Die besten KI-Apps zum Englischsprechen (2026)
Welche KI-App bringt dich wirklich zum Englischsprechen? Ehrlicher Vergleich von SpeakBase, Loora, Speak, Praktika, ELSA und Duolingo für Job und Alltag.
Die kurze Antwort
Wenn du Deutsch sprichst und Englisch vor allem sprechen willst, ist SpeakBase 2026 die beste Wahl. Der Grund ist eine Kombination aus drei Dingen: ein freies, ungeskriptetes Sprachgespräch mit der KI-Tutorin Kate, Korrekturen in Echtzeit, die auf Deutsch erklärt werden, und Fehler, die automatisch zu Karteikarten für die Wiederholung werden. Die erste Gesprächslektion (5 Minuten) ist kostenlos, ohne Kreditkarte.
Die anderen Apps sind nicht schlecht, sie setzen nur andere Schwerpunkte. Loora und Speak führen sehr natürliche englische Gespräche, ELSA Speak ist der genaueste Aussprachetrainer, Praktika arbeitet mit realistischen Video-Avataren, und Duolingo baut wie keine andere App eine Lerngewohnheit auf. Welche davon zu dir passt, hängt davon ab, ob du für Meetings, ein Bewerbungsgespräch, eine Prüfung oder deine Aussprache übst.
So haben wir bewertet
Wir haben jede App an vier Fragen gemessen, die für Berufstätige in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählen. Erstens: Gibt es ein echtes, ungeskriptetes Gespräch per Stimme, oder sprichst du nur vorgegebene Sätze nach? Zweitens: Werden Korrekturen in deiner Sprache erklärt, damit du verstehst, warum „I am working here since three years“ falsch ist? Drittens: Übernimmt die Tutorin die Führung, wenn du mitten im Satz hängen bleibst? Viertens: Werden deine Fehler festgehalten, damit du sie später gezielt wiederholst?
Erst danach kommt der Preis. Ein günstiges Abo, mit dem du nie frei sprichst, ist am Ende teurer als eines, das dich wirklich zum Reden bringt. Alle Preisangaben unten sind Stand 2026 und gerundet; viele Anbieter ändern ihre Preise je nach Region, Plan und Aktion.
1. SpeakBase: freies Gespräch mit Erklärungen auf Deutsch
Der Kern von SpeakBase ist SpeakBase Talk, ein live geführtes Sprachgespräch mit Kate, einer KI-Tutorin. Sie führt das Gespräch, schlägt dir antippbare Antworten vor, die du dir auch anhören kannst, wenn dir die Worte fehlen, und korrigiert Fehler in dem Moment, in dem du sie machst. Gespräch und Übung laufen auf Englisch; um einen Fehler zu erklären, wechselt Kate kurz ins Deutsche. Wer lieber mit einer Männerstimme übt, wählt den zweiten Tutor, Leo. SpeakBase läuft im Browser auf Handy und Computer, lässt sich auf den Startbildschirm legen und braucht keinen App-Store; die Oberfläche gibt es auf Deutsch.
Für den Job zählen vor allem die 48 Rollenspiele (Bewerbungsgespräch, Meeting, Arzt, Flughafen, Hotel, Wohnungssuche und mehr) und die Funktion „etwas Echtes proben“: Du beschreibst deine eigene Situation, etwa den Quartalscall mit dem Team in den USA, und übst genau das. Neue Wörter und korrigierte Sätze werden zu SmartMemory-Karteikarten mit Spaced Repetition (FSRS-Algorithmus), die du in sieben Lernmodi kostenlos wiederholst; dazu kommen rund 400 englische Kartensätze mit deutschen Erklärungen von A1 bis B2. Premium enthält 150 Minuten Gespräch im Monat für 11,99 US-Dollar im Monat oder 119,99 US-Dollar im Jahr. Ehrlich gesagt: Eine Aussprachebewertung auf Lautebene bietet SpeakBase nicht, dafür ist ELSA das bessere Werkzeug. Gebaut wurde SpeakBase von einer Sprachschule, die über 10.000 Lernende unterrichtet hat.
2. Loora: natürliche Gespräche, nur auf Englisch
Loora ist eine gut finanzierte und sehr gut bewertete Gesprächs-App. Das Gespräch läuft über ein großes Sprachmodell und fühlt sich entsprechend natürlich an. Englisch ist die einzige Sprache, die Loora unterrichtet, und darauf ist die App voll ausgerichtet.
Fehler in deiner Muttersprache zu erklären, ist nicht ihr Schwerpunkt; die App ist zwar in mehreren Sprachen lokalisiert, das Lernen selbst läuft aber auf Englisch. Loora ist in erster Linie eine Handy-App. Nach einer kostenlosen Lektion folgt ein Abo; einen festen Preis veröffentlicht Loora nicht, Stand 2026 liegt er bei etwa 119,99 US-Dollar im Jahr, je nach Region und Aktion. Ein Produkt für Schulklassen gibt es nicht, das Geschäftskundenangebot richtet sich an Unternehmen. Gut geeignet ist Loora für alle ab etwa B1, die einfach englisch reden wollen und keine deutschen Erklärungen brauchen.
3. Speak: strukturierter Kurs mit sehr natürlicher Stimme
Speak gehört zu den am besten finanzierten Sprach-Apps überhaupt, unter anderem mit Geld aus dem OpenAI Startup Fund, und ist die Nummer eins unter den Englisch-Apps in Südkorea. Der Lehrplan ist sauber aufgebaut, und die Stimme klingt sehr natürlich.
Der Kern sind allerdings Übungen (Drills): Erst nach den Lektionsabschnitten öffnen sich freie Rollenspiele und Free Talk. Die Oberfläche gibt es in etwa 15 Sprachen. Nach einer kostenlosen Testwoche kostet Speak Stand 2026 etwa 83,99 US-Dollar im Jahr (Premium) bis 164,99 US-Dollar im Jahr (Premium Plus), je nach Region. Speak ist vor allem eine Handy-App ohne Angebot für Schulklassen. Passend für dich, wenn du einen klar geführten Kurs magst und das freie Sprechen als Belohnung am Ende eines Abschnitts reicht.
4. Praktika: KI-Tutoren als Video-Avatare
Praktika setzt auf realistische Video-Avatare: Du sprichst mit einer Figur, die ein Gesicht hat, was viele motiviert. OpenAI hat eine Fallstudie über die Gesprächsarchitektur der App veröffentlicht, technisch steckt also einiges dahinter.
Bei einigen Tutoren klingt die Stimme robotisch, ein Problem, das das Unternehmen selbst einräumt. Praktika unterstützt Arabisch und Russisch; ob Fehler auch auf Deutsch erklärt werden, haben wir nicht geprüft, das solltest du in der Testphase selbst ansehen. Ein Produkt für Schulklassen gibt es nicht, das Geschäftsangebot richtet sich an die betriebliche Weiterbildung. Gut für alle, die lieber einem Gesicht gegenübersitzen als nur einer Stimme.
5. ELSA Speak: der beste Aussprachetrainer
ELSA Speak ist der ausgereifteste Coach für Aussprache und Akzent. Die App bewertet einzelne Laute, also genau die Stellen, an denen Deutschsprachige typischerweise hängen: das „th“ in „think“, der Unterschied zwischen „w“ und „v“ in „very well“ oder das harte Wortende, durch das „bed“ wie „bet“ klingt. Für IELTS, TOEFL und TOEIC gibt es eigene Module.
KI-Rollenspiele hat ELSA nachträglich ergänzt, sie sind eine zweite Ebene und nicht der Kern. Erklärungen gibt es in etwa 12 Muttersprachen; ob Deutsch dabei ist, prüfst du am besten vor dem Kauf. Nach einer kostenlosen Testwoche kostet ELSA etwa 80 bis 130 US-Dollar im Jahr, je nach Plan und Aktion, und die Preise ändern sich oft. Die richtige Wahl, wenn dein Englisch grammatisch sitzt, aber dein Akzent im Call auffällt.
6. Duolingo: die beste Gewohnheit, wenig freies Sprechen
Niemand baut eine Lerngewohnheit so gut auf wie Duolingo. Serien, Punkte und kurze Einheiten sorgen dafür, dass du jeden Tag ein paar Minuten dranbleibst. Die Sprechübungen sind kurz und vorgegeben.
Ein ungeskriptetes KI-Gespräch (Video Call) gibt es nur im höchsten Plan, Duolingo Max. Und auch dort erklärt dir Duolingo deine Fehler nicht mitten im Gespräch. Als Ergänzung für Wortschatz und Routine ist die App gut; für mehr Sicherheit im nächsten Teams-Meeting reicht sie allein nicht.
Alternativen: menschliche Lehrkräfte und ChatGPT
Cambly, Preply und italki sind Marktplätze für menschliche Lehrkräfte. Das ist die persönlichste Option: Ein Mensch merkt, wenn du müde bist, und kann auf deine Branche eingehen. Dafür kostet eine Stunde meist mehr als ein ganzer Monat einer KI-App, und du musst Termine buchen, was mit einem vollen Kalender schnell zur Hürde wird.
Der Sprachmodus von ChatGPT kann ein englisches Gespräch führen und ist für spontanes Üben nützlich. Ein strukturierter Tutor ist er aber nicht: Er verfolgt dein Niveau nicht, speichert deine Fehler nicht für die Wiederholung und korrigiert nur, wenn du ausdrücklich danach fragst.
Welche App passt zu dir?
Du fängst praktisch bei null an oder dein Schulenglisch ist eingerostet (A1 bis A2): SpeakBase, weil Kate auf Deutsch erklärt und dir Antworten vorschlägt, wenn du nicht weiterweißt; Duolingo eignet sich als Ergänzung für die tägliche Routine. Du hast ein Bewerbungsgespräch auf Englisch: das Rollenspiel „Job interview“ in SpeakBase oder, mit Premium, „Interview me on my CV“, bei dem Kate deinen eigenen Lebenslauf liest und dich dazu befragt. Du bereitest IELTS, TOEFL oder TOEIC vor: ELSA mit den Prüfungsmodulen, dazu freies Sprechen in einer Gesprächs-App.
Dein Akzent stört dich mehr als deine Grammatik: ELSA Speak. Du willst vor allem dranbleiben: Duolingo. Du sprichst schon solide B2 und willst einfach englisch reden, ohne deutsche Erklärungen: Loora oder Speak. Und wenn dir ein Mensch wichtiger ist als der Preis, buchst du bei Preply, italki oder Cambly.
So testest du sie in einer Woche
Nimm am selben Tag die kostenlose erste Lektion in zwei Apps. Sag in beiden dieselben drei Dinge: was du beruflich machst, woran du letzte Woche gearbeitet hast, und stell eine Frage zurück. Bau ruhig einen typischen Fehler ein, etwa „I work here since 2019“ statt „I have worked here since 2019“, und schau, was passiert.
Prüf danach drei Punkte. Wurdest du korrigiert? Hast du verstanden, warum? Und hast du in Minute fünf mehr gesagt als in Minute eins? Die App, bei der alle drei Antworten „ja“ lauten, ist die richtige für dich. Wiederhol den Test am vierten und siebten Tag: Wenn die Sätze länger werden, wirkt das Training.
Häufig gestellte Fragen
Welche KI zum Englischsprechen ist kostenlos?
Ein vollständig kostenloses, freies Sprechtraining bietet Stand 2026 keine der großen Apps. Bei SpeakBase ist die erste Gesprächslektion (5 Minuten) kostenlos und ohne Kreditkarte, ebenso der Sprech-Einstufungstest und alle Karteikarten mit sieben Lernmodi. Loora bietet eine kostenlose Lektion, Speak und ELSA eine kostenlose Testwoche. Duolingo ist für Übungen kostenlos, das freie KI-Gespräch gibt es aber nur im Max-Plan.
Ist SpeakBase besser als Loora, Speak oder Praktika?
Für Deutschsprachige, die Erklärungen auf Deutsch brauchen und ihre Fehler gezielt wiederholen wollen, ja. Die anderen haben echte Stärken: Loora und Speak führen sehr natürliche englische Gespräche, Speak hat einen klar aufgebauten Lehrplan, Praktika arbeitet mit Video-Avataren. Wer schon sicher B2 spricht und keine Erklärungen braucht, kann mit Loora oder Speak genauso gut fahren.
Kann ChatGPT einen Englischlehrer ersetzen?
Für spontanes Plaudern ist der Sprachmodus von ChatGPT nützlich, einen Tutor ersetzt er nicht. Er verfolgt dein Niveau nicht, speichert deine Fehler nicht zur Wiederholung und korrigiert nur, wenn du ihn darum bittest. Ein strukturierter Tutor korrigiert von sich aus und baut auf dem auf, was du letztes Mal falsch gemacht hast.
Kann ich als Anfänger mit einer KI-Tutorin Englisch sprechen?
Ja, wenn die Tutorin dir hilft, sobald du hängst. In SpeakBase schlägt Kate dir antippbare Antworten vor, die du dir anhören kannst, und erklärt Fehler auf Deutsch. Für den Einstieg reichen ein paar Minuten am Tag, solange du jedes Mal laut sprichst.
Was kosten KI-Apps zum Englischsprechen?
Stand 2026, gerundet: SpeakBase Premium kostet 11,99 US-Dollar im Monat oder 119,99 US-Dollar im Jahr, mit 150 Minuten Gespräch im Monat. Loora nennt keinen festen Preis, etwa 119,99 US-Dollar im Jahr je nach Region. Speak liegt bei etwa 83,99 bis 164,99 US-Dollar im Jahr je nach Plan, ELSA bei etwa 80 bis 130 US-Dollar im Jahr. Menschliche Lehrkräfte kosten pro Stunde meist mehr als eine App im Monat.
Bereit, Englisch zu sprechen?
Registriere dich kostenlos bei SpeakBase und sprich Englisch mit Kate, deiner KI-Sprechtutorin. Wenn du hängst, erklärt sie auf Deutsch.
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